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Advent: Gott wird Mensch – und will auch in uns ankommen

Teaser Pfarrer Detlef Pötzl
Datum:
Veröffentlicht: 30.11.25
Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres lädt uns die Adventszeit ein, tiefer zu schauen: auf das Wunder der Menschwerdung Gottes, auf die Hoffnung seiner Wiederkunft und auf die Frage, wie Christus in unseren Herzen Raum finden kann. Inmitten von Tradition, Licht und Erwartung rufen wir uns das Wesentliche in Erinnerung – und gehen gemeinsam auf Weihnachten zu.

Liebe Schwestern und Brüder im Kath. Seelsorgebereich Frankenwald,

das neue Kirchenjahr hat mit dem ersten Adventssonntag begonnen und wir bereiten uns vor auf die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Dass Gott Mensch werden will, ist eigentlich eine Sensation. Der Ewige und Allmächtige sendet seinen Sohn, um unser menschliches Leben, unser Schicksal und unseren Tod zu teilen und um uns zu erlösen. Die Engel verkünden es den Hirten: „Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.“ Diese Botschaft gilt auch uns heute. Wir brauchen uns nicht zu fürchten. Große Freude wird uns zuteil! Die Adventszeit ist eine Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten – aber nicht nur. Sie soll uns auch im Glauben stärken, dass der Auferstandene wiederkommen wird, um sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit zu errichten. Am Christkönigssonntag hat auf Initiative der KAB in Pressig eine Podiumsdiskussion zum Thema „Weihnachten – Märchen oder Fake News“ stattgefunden. Es wurde deutlich, dass aus historischer Sicht nicht viele Fakten zur Geburt Jesu gesichert sind. Für uns scheint vieles aus unserer Tradition heraus vertraut: Geburtsort, Krippe, Hirten, Engel, Ochs und Esel. Wahrscheinlich war vieles ganz anders. Eher armselig und unbedeutend am Rande des großen römischen Reiches. Entscheidend ist aber wohl, was schon Angelus Silesius formuliert: „Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, doch nicht in dir, du gingest ewiglich verloren!“ Das ist es, worauf es ankommt: dass Jesus in unserem Herzen ankommt, in mir geboren wird, damit ich auf ewig Rettung finde. Neben allem Lichtzauber und neben den schönen weihnachtlichen Traditionen ist es notwendig, im Glauben tiefer zu schauen und das christliche Geheimnis in den Blick zu nehmen. In der persönlichen Umkehr schauen wir auf Gott und versuchen, seinem Beispiel zu folgen: Wir wollen es wie Gott machen. Wir wollen Mensch werden! Ganz herzlich lade ich Sie zum Besuch unserer Gottesdienste ein und ich danke Ihnen sehr für Ihre Weihnachtsspende für das Hilfswerk Adveniat. Durch unsere Spenden wollen wir dazu beitragen, die Welt besser und solidarischer zu machen.

Zusammen mit den Mitgliedern unseres Pastoralteams, den Gottesdienstbeauftragten und den Beschäftigten in unseren Pfarrbüros wünsche ich Ihnen eine gesegnete und besinnliche Adventszeit, ein bereicherndes Weihnachtsfest und ein gutes und glückseliges neues Jahr 2026.

Detlef Pötzl
Pfarrer