Firmung in der St. Bartholomäus-Kirche Rothenkirchen

In der St. Bartholomäus-Kirche in Rothenkirchen empfingen am Freitag 19 junge katholische Christen das Sakrament der Firmung. Firmspender Erzbischof Ludwig Schick konnte elf Jungen und acht Mädchen aus Rothenkirchen, Pressig, Posseck, Friedersdorf, Förtschendorf, Eila und Welitsch das Sakrament der Firmung durch Handauflegung spenden. Somit gelten diese nun uneingeschränkt der Kirche angehörig. Das Sakrament der Firmung (= Stärkung) soll junge Menschen für das Leben als Christ stärken. Bei der Taufe haben die Eltern die Entscheidung getroffen das Kind als Christ in der Gemeinschaft der Kirche aufzunehmen. Nun ist der junge Mensch so weit, dass er selbst die Entscheidung treffen kann „Ja, ich möchte als Christ leben und in der Kraft, die Gottes Geist mir schenkt, mein Leben meistern!“ Ist das Bekenntnis der jungen Christen. Erzbischof Schick sprach von einem großen Tag für die Firmlinge, die Paten und die Eltern aber auch für die gesamten Pfarreien aus denen die Firmanden kommen. Er spendete das Sakrament der Firmung durch Handauflegung und zeichnete die Stirn der Firmanden mit Chrisam und einem Kreuzzeichen und sprach dabei „sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Firmlinge und Paten traten dazu vor dem Altar.
In seiner Predigt hob der Oberhirte die Bedeutung der Firmung hervor. „Der Heilige Geist ist wie eine Schatztruhe“. In dieser Schatztruhe befinden sich viele Schätze fürs Leben. So ist ein Schatz mit einem Navigationssystem vergleichbar und gleichzeitig Motor und Stärke auf dem Lebensweg im Glauben. Die Sendung des Heiligen Geistes durch die Firmung ist eine Schatztruhe die von Gott gestellt wird und in der sich die sieben Gaben, Weisheit, Erkenntnis, Einsicht, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht, was Ehrfurcht bedeute, befinden.
Ein gut gelaunter Oberhirte griff in seine Tasche und holte sein I-Phone hervor und erklärte den erstaunten Firmbewerbern, „damit könnt ihr nicht nur eure Freunde kontaktieren, sondern auch Gottes Botschaft erhalten“. Er gibt das I-Phone einen Firmling in die Hand, lässt ihn drücken und schon erscheinen Gebete im Display. So könnt ihr jeden Tag über Smartphone auch mit Gott kontaktieren, sagte er schmunzelnd. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Förtsch begrüßte den hohen Geistlichen Gast im Namen der Marktgemeinde Pressig. Förtsch legte den Firmanden ein Zitat von Friedrich Morgenroth ans Herz: „Mit Gott als Begleiter vrirrst du dich nicht, denn er ist Streiter für Wahrheit und licht. Ihm sollst du vertrauen und seinem Gebot. auf ihn kannst du bauen in jeglicher Not“. Für die Firmbewerber entboten Maren Löffler und Linda Neubauer einen herzlichen Willkommensgruß und drückten ihre Freude aus, vom Erzbischof gefirmt zu werden. Sie berichteten über ihre vielen Aktivitäten in der Firmvorbereitung, in denen sie soziales Engagement und Verantwortung für die Gesellschaft an den Tag legten. Ein gutes halbes Jahr haben wir uns ganz unterschiedlich und abwechslungsreich auf unsere Firmung vorbereitet. Mein eigener Lebensweg, persönliche Werte, meine Weltanschauung, mein Gottesbild, der Heilige Geist, die Symbole und die Bedeutung der Firmung waren Themen mit denen wir uns in unseren Gruppenstunden beschäftigt haben, erzählten sie den Oberhirten. Ein Highlight sei das Firmwochenende gewesen, bei dem sie sich mit den Eigenschaften eines Christen von heute auseinandersetzten. Auch waren wir sozial engagiert und halfen bei der Altkleidersammlung des BDKJ mit, verkauften Blumen zugunsten des Jugendbildungshauses am Knock und noch vieles mehr, berichteten sie ihren Firmspender. Sie dankten Pater Helmut Haagen und Gemeindereferentin Kathrin Ritter für die gute Begleitung der Vorbereitung.
In einem Anspiel verdeutlichten die Firmlinge Luis Kaubisch und Johannes Wilde, wie gewissenhaft man sich auf das Sakrament der Firmung eingestellt hat. Als Pater Helmut Haagen wirkte als Konzelebrant und auch Diakon Alfred Trebes war am Altardienst eingebunden. Die Firmlinge gestalteten den Festgottesdienst größtenteils selbst. Als Gastgeschenk überrecihten die Firmanden eine Schatztruhe an ihren Firmspender. Die musikalische Umrahmung oblag dem Duo Zeitlos, die mit ihren zu Herzen gehenden Liedern für einen ergreifenden Rahmen sorgten.
Sie wurden gefirmt
Lucas Birke, Mehdi Bayer, Florian Engwicht, Luca Marié Haderlein, Marie Hopf- Hammerschmidt, Luis Kaubisch, Kevin Konrad, Peter Popp, Angelina Lang, Jonas Lieb, Maren Löffler, Lea Müller, Linda Neubauer, Oliver Papstmann, Kristina Pfadenhauer, Victoria Schirmer, Sascha Trebes, Lillith Vetter, Johannes Wilde.