Grundschule gestaltet Krippenspiel

Pressiger Schüler faszinieren die Gläubigen mit Krippenspiel. Die Kindermette in der Herz-Jesu-Kirche in Pressig wurde von Schülern der Grundschule Pressig mit einen Krippenspiel, unter dem Motto „Weihnachten verändert die Menschen“, eindrucksvoll gestaltet. Die Darstellung der Weihnachtsgeschichte, durch 34 kleine Schauspieler und zwei Gymnasiastinnen, wirkte nachdenklich auf die faszinierten Kirchenbesucher. Die Kinder opferten ihre Freizeit für die Einstudierung und für die Vorführung der Weihnachtsgeschichte.
Eröffnet wurde das bemerkenswerte Krippenspiel mit einem Sternentanz, dabei rockten sechs Engel auf ihren Sternen. Mit den Gläubigen waren sie voller Spannung auf das Krippenspiel und erzählten: „Nicht alle Menschen freuen sich auf Weihnachten, viele sagen sogar, Weihnachten das könne man ausfallen lassen.“ Und tatsächlich tauchten zwei griesgrämige Männer (Jonas Neubauer und Julian Andera) auf. Sie schauten aus dem Fenster eines Hauses und schimpften über all den Trubel wie auf einen Schützenfest, die vielen lauten Kinder, die laute Musik und die Menschen die in der Vorweihnachtszeit mit Paketen und Einkaufstaschen durch die Straßen hetzen. Auch das ständige Kirchglockenläuten nervte sie. Daraufhin versuchten die Engel, die beiden vergraulten Männer umzustimmen und auf Weihnachten einzustimmen. Doch sie meinten, ihnen wäre Weihnachten völlig egal, denn sie hätten sowieso keine Freunde und niemanden, der sich um sie kümmere, und die Nachbarn könnten ihnen gestohlen bleiben. Weihnachten sei nur viel frommes Getue, aber nichts sei dahinter. Auf das Bitten der Engelchen waren sie aber dann doch bereit, sich das Krippenspiel der Kinder anzuschauen und sich die schönen Lieder anzuhören.
Es folgte die Darstellung der Weihnachtsgeschichte bis zur Geburt Jesu im Stall und in der Krippe von Bethlehem. Schließlich fanden auch die Sterndeuter aus dem Morgenland mit einen Kamel den Weg zur Krippe zu der sie ein hell leuchtender Stern führte. Die ergreifenden Szenen des Krippenspiels hinterließen auch bei den zunächst ungläubigen, skeptischen zwei Männern ihre Spuren und sie wurden sehr nachdenklich. Sie wurden während des Krippenspiels von der besinnlichen Stimmung und der Botschaft der Geburt Jesus angesteckt. Plötzlich waren sie ganz aufgeregt als sie hörten, dass Jesus auch bei ihnen zuhause einkehren könnte und machten sich Sorge, da bei ihnen gar nicht aufgeräumt war und sie ihm auch nichts anzubieten hatten. Doch die Engel beruhigten die beiden: „Ihr versteht schon wieder nicht. Ihr braucht ihm nichts anzubieten. Wir glauben, er ist schon da, denn ihr seid nämlich auf einmal gar nicht mehr so brummig. Das ist typisch Jesus. Wo er hinkommt, da kriegen Menschen auf einmal neue Hoffnung, und sie werden fröhlicher und fangen an, anderen zu helfen. Jetzt könnt ihr eigentlich auch mit uns singen und beten. Denn Jesus ist auch für euch auf die Welt gekommen", ermunterten die Engel! Mit dem Lied, „wo Himmel und Erde sich berühren“, endete das Krippenspiel das auch die Kirchenbesucher nachdenklich stimmte.
Die Inszenierung der kleinen Schauspieler wurde von zahlreichen Liedern begleitet. Luisa Wicklein aus Eila sang diese mit glockenheller Stimme und alle Krippenspieler fielen in die Refrains ein. Außerdem spielte Luisa den „Little Drummerboy“ auf ihrem Keyboard. Alle Songs begleiteten die beiden Trommler Janis Barnickel und Niklas Beetz und die Hirten mit ihren Schellen rhythmisch. Das Volk, dargestellt von sieben Kindern, und die Engel tanzten schwungvoll zu den eingängigen Liedern.
Das Krippenspiel inszenierte Förderlehrerin Martina Müller, die auch für die Ausgestaltung der Kulissen und die zeitgenössischen Gewänder der Krippenspieler verantwortlich zeichnete. Dabei wurde sie tatkräftig von Petra Scherbel unterstützt. Dank ging auch an Hannes und Georg Scherbel, die in das Kostüm des Kamels schlüpften, ebenso wie an Stefan und Jonas Müller, die sich um die Technik kümmerten. Das Pressiger Bläserensemble umrahmte den Kindergottesdienst mit festlicher Musik.
