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„Hört ihr Völker, Gottes Stimme“

Konzert Simon
Datum:
Veröffentlicht: 4.7.12
Von:
Michael Trebes
Unter diesem Titel verführten drei außergewöhnliche Künstler mit zu Herzen gehenden Klängen die Besucher in der Herz-Jesu- Kirche in Pressig in eine Welt von Arien und Kantaten. Die Sopranistin Stephanie Simon, Orgelvirtuosin Alice Graf und Klaus Toyka (Violine) boten ihren Zuhörern ein einzigartiges Klangerlebnis. Kirchenpfleger Klaus Herbst beklagte zwar den etwas schwachen Besuch aber war wie alle die gekommen waren angetan und begeistert von den Musik- und Gesangsdarbietungen.

Pressig. „Hört ihr Völker, Gottes Stimme“. Unter diesem Titel verführten drei außergewöhnliche Künstler mit zu Herzen gehenden Klängen die Besucher in der Herz-Jesu- Kirche in Pressig in eine Welt von Arien und Kantaten. Die Sopranistin Stephanie Simon, Orgelvirtuosin Alice Graf und Klaus Toyka (Violine) boten ihren Zuhörern ein einzigartiges Klangerlebnis. Kirchenpfleger Klaus Herbst beklagte zwar den etwas schwachen Besuch aber war wie alle die gekommen waren angetan und begeistert von den Musik- und Gesangsdarbietungen. „Das gelungene Zusammenspiel zwischen Gesang, Orgel und Violine kam durch die vorteilhafte akustische Anlage des Kirchenraums sehr gut zur Geltung. Die wunderbare Darbietung der drei Künstler hätte auf jeden Fall mehr Zuhörer verdient gehabt." So das Fazit von Kirchenpfleger Klaus Herbst der sich seit Jahren um dieses Konzert mit der ausdrucksstarken Sopranistin Stephanie Simon aus Kronach bemüht hatte. Mit Arien aus Kantaten aus Werken von Johann Sebastian Bach „Hört ihr Völker Gottes Stimme“, „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“, „Eilt ihr Stunden kommt herbei“, „Freue dich, erlöste Schar“ sowie der Arie aus dem Oratorium „Seele, deine Spezereien“- „Kommt, eilet und laufet“ hatte sich Stephanie Simon mit ihrer reinen klaren Sopranstimme und mit ihrer Aura in Herzen und Seele der Zuhörer gesungen. Das Trio auf der Empore erweckte die Aufmerksamkeit der Zuhörer in jeder Sekunde. Bis zum dramatischen Finale mit der Arie aus der Hochzeitskantate „Wenn Frühlingsdüfte streichen“- „weichet nur betrübte Schatten“. Noch einmal zeigte die drei Virtuosen ihre künstlerische Güte und Qualität. Zärtlich streichelte Klaus Toyka mit dem Bogen die Saiten seiner Violine und Alice Graf ließ leicht und locker ihre Finger über die Tastatur der Orgel fliegen. „Die Konstellation von Gesangsstimme und zwei außerordentlich wohlklingenden Instrumenten mit Darbietungen auf höchstem Niveau werden den Besuchern lange nachhallen“, meinte Ottmar Gerber, der erst lange überlegte ob er das Konzert besuchen wird, denn eigentlich ist Klassik nicht so sein Genre, „aber es hat sich wirklich gelohnt“, ist schließlich sein Fazit dieser traumhaft zusammengestellten Konzertkonstellation. Karl-Heinz Hofmann

Info

Stephanie Simon wurde in Kronach geboren und erhielt 1996 ersten Gesangsunterricht bei Carol Lentner in Coburg. Nach dem Abitur studierte sie zwei Jahre an der Berufsfachschule für Musik in Kronach. Seit 2011 studiert sie Gesang und musikdramatische Darstellung an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Jan Hammar und Professor Cheryl Studer. 2005 absolvierte sie den Meisterkurs „The Vocal Music of Spain“. Beim Armin- Knab-Liedwettbewerb gewann Stephanie einen zweiten Preis. Im Juli 2006 hat sie mit großem Erfolg in der Opernschule Würzburg die Rolle der Salud in der Oper „la vida breve“ von de Falla interpretiert. Im März 2008 schloss sie ihr Studium mit Diplom ab. Die Sopranistin ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und gründete 2009 gemeinsam mit Katja Woitsch (Sopran) das Ensemble „Sopresso“ mit dem sie seitdem sehr erfolgreich Konzerte gestaltet. Seit Oktober 2011 arbeitet Sie an der Jugendmusikschule Zollernalb e.V. und ist auch als private Gesangslehrerin, Stimmbildnerin und Chorleiterin tätig.

Alice Graf wurde in Hradec Králové (Tschechische Republik) geboren. Nach dem Abitur studierte sie vier Jahre am Konservatorium in Pardubice Orgel und Klavier. 2000 wurde sie Preisträgerin beim internationalen Orgelwettbewerb in Opava. 2001 begann sie ihr Studium für Konzertfach Orgel an der Hochschule für Musik, Würzburg und schloss dies 2005 mit Diplom mit Auszeichnung ab.

Für Professor Klaus Toyka bildeten Schwerpunkte seines Musizierens kleine Besetzungen mit Werken vom Barock bis zum Impressionismus. Bis 2010 leitete Professor Toyka die Neurologische Universitätsklinik Würzburg.