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Jeder ist normal, bis du ihn kennst!

Vortrag Zukic
Datum:
Veröffentlicht: 16.4.13
Von:
Hofmann
Ordensschwester Teresa fasziniert mit ihrem Vortrag im Jugendheim Pressig, Zuhörer aus dem gesamten Frankenwald. Vom sportlichen Talent am Schwebebalken und von der Hochleistungssportlerin im Leichtathletik-Mehrkampf führte der Weg von Schwester Teresa ins Kloster. Die heute 48-jährige Ordensfrau gründete ihren eigenen Orden die kleine Kommunität der Geschwister Jesu. Sie tingelt durch Deutschland und erzählt von ihrem ereignisreichen Leben, ihren Lebenserfahrungen und von ihrem Glauben zu Gott. Es war mucksmäuschenstill im Saal des Jugendheims Pressig als Schwester Teresa Zukic zu ihrem Vortrag „Jeder ist normal, bis du ihn kennst“ ans Mikrofon trat. An der Stille und Aufmerksamkeit der Zuhörer änderte sich in dem über 70-minütigen Vortrag nur wenig. Nur wenn Schwester Teresa ihre besten Witze von sich gab, kam der Saal vor Lachsalven zum Beben.
Vortrag Zukic

Ordensschwester Teresa fasziniert mit ihrem Vortrag im Jugendheim Pressig, Zuhörer aus dem gesamten Frankenwald. Vom sportlichen Talent am Schwebebalken und von der Hochleistungssportlerin im Leichtathletik-Mehrkampf führte der Weg von Schwester Teresa ins Kloster. Die heute 48-jährige Ordensfrau gründete ihren eigenen Orden die kleine Kommunität der Geschwister Jesu. Sie tingelt durch Deutschland und erzählt von ihrem ereignisreichen Leben, ihren Lebenserfahrungen und von ihrem Glauben zu Gott. Es war mucksmäuschenstill im Saal des Jugendheims Pressig als Schwester Teresa Zukic zu ihrem Vortrag „Jeder ist normal, bis du ihn kennst" ans Mikrofon trat. An der Stille und Aufmerksamkeit der Zuhörer änderte sich in dem über 70-minütigen Vortrag nur wenig. Nur wenn Schwester Teresa ihre besten Witze von sich gab, kam der Saal vor Lachsalven zum Beben.

Sowohl mit ihren Erzählungen über eigene Lebenserfahrungen und daraus resultierende Weisheiten als auch mit ihren biblischen Auslegungen, zum Beispiel der Bergpredigt, zog die in Deutschland überall als Referentin gefragte Ordensfrau, die Zuhörer, die aus dem gesamten Frankenwald gekommen waren, in ihren Bann. Mit Charme und großem Charisma informiert sie über ihre Visionen und Talente, denn sollte sie mal nicht mehr Ordensfrau sein, dann wird sie ein Restaurant eröffnen, weil sie so gut kochen kann, erzählt sie mit Schmunzeln auf den Lippen.

Kirchenpfleger Klaus Herbst, der mit dem Festausschuss zum 100-jährigen Jubiläum der Herz-Jesu-Kirchengemeinde, diesen Abend mit Schwester Teresa organisierte, zeigte sich begeistert. „Das war zweifellos eine sehr gute Idee. Schwester Teresa

schaffte es, durch ihre natürliche, ruhige Art und ihrem charmanten Humor den Zuhörer den Blick in die eigene Seele zu öffnen. Sie traf den Kern des menschlichen Denkens und Fühlens und es gelang ihr dabei der Brückenschlag zu Jesus Christus und der christlichen Grundidee. Schwester Teresa ist mit ihren Vorträgen als Referentin in ganz Deutschland in großen Hallen gefragt, insofern war es für die Herz-Jesu-Pfarrei ein Glücksfall eine Zusage zu bekommen. Eigentlich bräuchten wir jede Woche so eine Seelenmassage und Anstoß für unser Tun und Handeln", sagte der Kirchenpfleger nach dem Vortrag zu Schwester Teresa. Für Stefan Müller von der Kirchenverwaltung und ebenfalls Mitglied im Festausschuss war dies die richtige Wahl für einen Vortrag zum 100-jährigen Herz-Jesu-Jubiläum in Pressig. „Die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Schwester und ihre Erzählungen aus eigenem Leben gingen teils unter die Haut und regten sehr zum Nachdenken an, andererseits verstand sie es mit ihrem Humor immer wieder Perspektiven aufzuzeigen, wie man ein positives Denken beeinflussen kann. Ihre Aussagen wirkten auf mich authentisch und glaubwürdig". Müller hat vor allem der Bogen gefallen, den Schwester Teresa spannte. Jeder Mensch ist normal aber auch einzigartig mit vielen Fehlern und Schwächen behaftet. Das ist es, was sie als unnormal empfand. Ist es denn normal, wenn wir laufend Jammern, Schmollen, Ängste und Depressionen haben und andere Menschen mit unseren Aussagen kränken? Das ist doch nicht normal!" Behauptet sie und fordert zum Umdenken zur Verinnerlichung des ABCs der Gefühle auf. Denn was sie denken, das fühlen sie auch. Sie fordert ein Umdenken im Bewerten von Ereignissen und Erlebnissen, hin zur positiven und neutralen Bewertung. Ziel muss eine Gemeinschaft in Harmonie und Versöhnung sein. Machen Sie damit ihre Seele frei, denn wenn die Seele belastet ist führt dies zu körperlicher Krankheit. Eine gute Medizin dafür ist Lachen, sagt sie und erzählt ihre besten Witze. Pater Helmut Haagen OMI stellte eingangs in seiner Begrüßung die provokative Frage, „Schwester Teresa, sind Sie normal?" Die Antwort gab sie sehr schnell indem sie feststellte, dass alle Menschen nicht normal sind und jeder ist einzigartig in seinen Fehlern und Schwächen. Es ist eine Illusion und Fehleinschätzung zu glauben, die Menschen sind normal. Zum Schluss gibt sie noch einige ihrer besten Witze preis und das herzliche Lachen bei den Zuhörern, wirkt tatsächlich wie Befreiung. Lachen Sie wo immer Sie können rät sie ihren Zuhörern und Sie werden mehr Harmonie und Ausgleich hervorrufen, denn Menschen sind auf Gemeinschaft ausgelegt. Jeder Tag ist viel zu kostbar im Leben um zu streiten oder sich Ängste zu machen, verriet sie aus ihrer eigenen Lebensphilosophie. Und das Fazit daraus, sagt sie humorvoll, „es ist besser mit guten Freunden Schokoladenkuchen zu esse, als alleine Rosenkohl".

Viele Besucher nahmen nach dem Vortrag die Gelegenheit zu einen Plausch mit Schwester Teresa wahr, die sich dazu die Zeit nahm und auch hier mit Humor und Schlagfertigkeit die Fragen beantwortete und dabei Bücher signierte, die sie als Autorin verfasst hat.

Info

Schwester Teresa Zukic wurde 1964 in Kroatien geboren, sie ist seit 1971 in Deutschland. Ihr Weg führte von der Kunstturnerin (hessische Meisterin am Schwebebalken) und Leichtathletin (bayerische Meisterin im Fünfkampf), in einem Sportinternat 1984 zum Abitur. Ihr Leben war bis zum 18. Lebensjahr vom Leistungssport geprägt, 40 Stunden Sport pro Woche gehörten zur Selbstverständlichkeit. Sie hat sich taufen lassen und nach einem sozialen Jahr trat sie ins Kloster ein. Von 1985 bis 1994 war sie Ordensschwester bei den Vinzentinerinnen von Fulda. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin und das Studium der Religionspädagogik mit Abschluss als Diplom- Religionspädagogin (FH) im Jahre 1994. Als Gemeindeassistentin in Hanau hatte sie eine erste große Bewährungsprobe zu bestehen. Es folgte die Gründung und Leitung des Ordens der Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu, Pegnitz, Bistum Bamberg. Seit 2011 wirkt sie in Seebachgrund in Weisendorf und Hannberg, Großenseebach und Dechsendorf, Ohne Allüren verweist sie auf ihre damalige Sportfigur, heute sieht das etwas anders aus, lacht die schwergewichtige Ordensfrau.

Vortrag Zukic