Jona – Vom Umgang mit Angst, Ärger und Wut

Kinderbibeltag 2012
Am Samstag, den 24. November um 10.00 Uhr ging es los. Ca. 40 Kinder fanden sich zum Kinderbibeltag ins Jugendheim der Kath. Kirche in Pressig ein. Unter der Leitung von Gemeindereferentin Kathrin Ritter und vielen Ehrenamtlichen unserer Pfarreiengemeinschaft konnten die Kinder einen spannenden und bereichernden Tag erleben.
Nach einer fröhlichen Begrüßung und dem Anfangslied: Einfach spitze, dass du da bist wurde direkt ins Thema des Tages: „Jona“ gestartet.
Mithilfe einer Powerpointpräsentation wurde den Kindern der erste Teil der Jona-Geschichte nahe gebracht. Sie erfuhren, dass Jona einen Auftrag von Gott bekommen hat und dieser ihn nicht annehmen wollte. Denn Jona ärgert sich, dass gerade er diesen Auftrag von Gott bekommt.
In der Gruppenarbeit wurde dann speziell auf das Thema Ärger eingegangen. Wir überlegten, worüber Jona sich geärgert hat – aber auch worüber wir uns manchmal Ärgern. Schließlich suchten wir Ideen, was wir gegen den Ärger tun können. Um alles noch einmal zu vertiefen schrieb jede Kleingruppe einen Brief an Jona und gab ihm Tipps wie er mit seinem Ärger umgehen kann. Zum Mit-Heim-Nehmen durfte jedes Kind noch einen Ärger-Knautschball gestalten.
Nachdem sich alle Kinder wieder im Plenum eingefunden haben hörten wir den zweiten Teil der Jona-Geschichte. Hier wurde uns erzählt, dass Jona ein Schiff anheuerte, das ihn wegbringen sollte. Schließlich kam ein heftiger Sturm auf und Jona wurde über Bord gespült und ein Wal in verschlang. Jona bekam Angst.
In den Kleingruppen ging es dann Rund um das Thema Angst. Erst einmal sollte ohne Worte dargestellt werden, wie jemand aussieht der Angst hat. In einem weiteren Schritt haben wir darüber nachgedacht, was wir tun können, wenn wir Angst haben und welche Ratschläge wir Jona gegen seine Angst geben können. Diese Tipps fasste jede Gruppe in ein Gebet für Jona. Jedes Kind durfte für sich noch eine „Angst-Ärger-Wut-Box“ gestalten, die die Ängste und Sorgen sprichwörtlich auffrisst wie der Wal.
Nach einem leckeren Mittagessen ging es am Nachmittag mit dem 3. Teil der Jona-Geschichte weiter. Der Fisch spuckte Jona ans Land und er wusste wo er hingehen sollte: nach Ninive. Er predigte den Leuten, dass sie sich ändern sollen und danach geht Jona in die Berge um zu beobachten was passiert. Gott lässt für Jona einen Busch wachsen, der ihm Schatten spendet. Doch weil Jona den Menschen in Ninive eine Strafe von Gott wünscht, lässt er über Nacht die Wurzeln des Busches von Würmer abfressen, so dass er Jona keinen Schatten mehr spenden kann. Jona ist zornig auf Gott und klagt ihn an, doch Gott will Jona damit klarmachen, dass alle Menschen eine zweite Chance verdient haben.
In einem weiteren Schritt wurde in den Gruppen, mit Hilfe der Phantasiereise „Im Land der Wut“ festgestellt, dass es im Land der Freude bzw. Ruhe viel schöner ist, als im Land der Wut. Ein kleiner Tipp in den Gruppen war, dass man sich immer fragen soll, was einen denn nun genau wütend macht und was man nun tun kann, um die Wut wieder loszuwerden. Schließlich durfte jedes Kind noch einen Bücherwurm gestalten.
Nach einer kleinen Kuchenpause konnte jeder mit Hilfe eines Spieles „Jonas Reise nach Ninive“ die Jona-Geschichte noch einmal Revue passieren lassen.
Zum Abschluss des Kinderbibeltages wurde mit den Kindern und deren Eltern noch eine Andacht gefeiert und der Tag, nach dem Segen, mit dem Lied: Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände: über mir und über dir … beendet.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein herzliches Vergelt`s Gott und Dankeschön an meine ehrenamtlichen Helfer sagen, die schon im Vorfeld wie auch am Kinderbibeltag selber viel Zeit investiert haben um den Kindern einen interessanten Tag zu ermöglichen.

