Kinder- und Jugendkreuzweg Welitsch


In Andacht und Demut beteten Kinder und Jugendliche der Pfarreiengemeinschaft Herz-Jesu Pressig und St. Anna Welitsch, gemeinsam mit Eltern, am Karfreitag den Kreuzweg in der St. Anna-Kirche in Welitsch. Die Mitglieder vom Familienkreis Pressig und Gemeindereferentin Kathrin Ritter bereiteten den Kinder-und Jugendkreuzweg vor. In der St. Anna-Kirche in Welitsch beteten Kommunionkinder und Firmlinge den Kreuzweg und legten jeweils Symbole am Kreuz vor dem Altar nieder.
Zu dem Kreuzweg kamen auch Kinder und Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft Pressig-Posseck-Rothenkirchen hinzu, auch Pater Helmut Haagen war zu diesem außergewöhnlichen Gebet anwesend und bekundete Kindern und Eltern seinen Respekt und Dank für diese besondere Art der Glaubensbekundung und Frömmigkeit. In der Kreuzwegandacht wurde aber auch überlegt, wie Menschen heute aneinander leiden. Oft genug fügen sie sich gegenseitig Leid zu und wir selber leiden an anderen, hieß es in der von Gemeindereferentin Kathrin Ritter vorgetragenen Einleitung. Die 14 Stationen zeigen den Leidensweg von Jesu von der Verurteilung durch Pontius Pilatus bis zur Kreuzigung und Grablegung.
In der St. Anna-Kirche Welitsch besteht der Kreuzweg aus 15 bebilderten Stationen. Neben der Grablegung Christi, als 14. Station, ist, als letzte Station, die Auffindung des Heiligen Kreuzes durch die Heilige Helena dargestellt. Die Bilderstationen dürften im Jahre 1791 in der St. Anna-Kirche aufgerichtet worden sein. Schreinermeister Barnickel aus Rothenkirchen schrieb dies am 21. November 1791 in sein Tagebuch, er hat die Rahmen für die Bilddarstellungen hergestellt. Die Kinder und Jugendlichen hatten zu jeder Station ein Symbol angefertigt, welches sie am, im Altarraum dargelegten großen Kreuz nach einem Gebet symbolisch für jede Station niederlegten. Für jede Station wurde ein eigenes Gebet vorbereitet und gesprochen. Begonnen hat der Kreuzweg mit dem Entzünden der Jesu-Kerze als Zeichen dafür, Jesus ist mitten unter uns. Am Ende des Kreuzweges erhielt jeder Besucher ein Smiley Button als Aufforderung, dem anderen etwas Gutes zu tun. Vor der Kirche gab es Osterblumen von den Firmlingen.

