Kirchweih Pressig

Traditionell begann auch in diesem Jahr das Kirchweihfest am Sonntag im Gedenken an die Weihe der Herz-Jesu-Kirche mit einer Kirchenparade, angeführt vom Musikverein Pressig, Bürgermeister Hans Pietz mit Marktgemeinderäten und den Vereinsabordnungen mit Fahnen. Ministranten-Fußball-Turnier, Spiele, Schminken und Bastelei für Kinder und ein Promi-Gaudi-Fußballspiel sowie die große Kartrunde am Montag, waren neben dem von Pater Helmut Haagen zelebrierten Festgottesdienst weitere Höhepunkte des Kirchweihfestes. Insgesamt boten die ehrenamtlichen Akteure des Familienkreises, des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung ihren großen und kleinen Gästen frohe Unterhaltung.
Festgottesdienst
„Kurz sei die Predigt, die Worscht sei lang“, so wünschen sich die Gläubigen ihre Kerwa, meinte Pater Haagen eingangs seiner in Reimen und Mundart gefassten Predigt schmunzelnd. In der Predigt über acht Seligpreisungen, stand des selig an erster Stelle, doch wieder einmal ganz anders als im Evangelium abgedruckt. Auf Gott die Sinne lenken und das Leben und die Welt vor ihm bedenken war die Intention des Paters, der die Gläubigen in Versen gereimt auf eine Reise um die Welt mitnahm und die Probleme der Welt ansprach. Dabei kamen die Weltpolitik und die Entscheidungen der Bundesregierung zu Libyen, Syrien, Afghanistan und Irak, ebenso zur Sprache wie Gewalt, Gier und Geld als Unruhestifter auf der Welt. Kurz gesagt: „A jeder denkt an sich, nur ich, ich denk an mich!“ Neben einer Umweltkatastrophe sah der Pater die „Glotze und das Internet als Gift für die Seele der Kinder“. Und dann erklärt der Pater was selig bedeutet. „Ihr die ihr seid von sanftem Mut, euch kommt das selig auch zugut. Die ihr auf die Gewalt verzichtet, nicht rücksichtslos zerstört, vernichtet, kämpft für das Recht, doch setzt dafür die starke Macht der Liebe ein, die starke Macht der Wahrheit mit zugleich und euer ist das Friedensreich, redete der Pater den Gläubigen in ihre Herzen und Seelen. Der Festgottesdienst wurde von der Eisenbahnsinggruppe „Frohsinn Pressig“ unter Leitung von Georg Wolf und Siegfried Weißerth umrahmt.
Pater 10 Jahre als Seelsorger in der Pfarrei
Zum zehnjährigen Dienstjubiläum des seelsorgerischen Wirkens von Pater Haagen in der Herz-Jesu-Pfarrei Pressig, überreichte Stefan Müller, im Namen der Kirchenverwaltung zwei T-Shirts mit dem Aufdruck des neuen Logos der Herz-Jesu-Pfarrei. Er blickte zurück auf zehn Jahre, an deren Anfang sich die Gläubigen erst an den ungewöhnlichen Anblick eines Paters mit wallendem, langen Lockenhaar gewöhnen mussten, doch bald in ihr Herz geschlossen hatten, vor allem weil er sich als Hirte immer gern unter seine Schäflein mischt. Der Pater sei fast omnipräsent, ob Geburtstage, Hochzeiten, Tauffeiern, Jubiläen, bei Wallfahrten ist er stets gut gelaunter Pilgerführer und nur wenn „Greuther-Fürth“ sein Lieblingsfußballclub verliert, könne man den Pater auch mal leiden sehen. Nach dem Gottesdienst spielte der Musikverein Pressig unter Leitung von Daniel Langer auf.
Der 13-jährige Tubist Moritz Ströhlein hatte einen anstrengenden langen Tag. Sein Engagement erstreckte sich über Musik zur Kirchenparade, beim Frühschoppen und als Fußballer bei den Ministranten von Pressig und schließlich verstärkte er die Fußball-Gaudi-Mannschaft der politischen Gemeinde. Zum frohen Fest für Jung und Alt wurde der Sonntagnachmittag. Fröhliche Kinder beim Schminken, Spielen und Basteln, das vom Familienkreis geleitet wurde.Auch das Ministrantenurnier wurde von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Familienkreises unter Führung der Gemeindereferentin Katrin Ritter organisiert.
Fußballturnier
Zum zweiten Mal hintereinander holten sich die Minis aus Rothenkirchen den Wanderpokal. Die Ergebnisse: Rothenkirchen-Pressig 3:0, Rothenkirchen-Welitsch 3:0 und Pressig-Welitsch 1:3. Marco Daum konnte für die Rothenkirchener aus den Händen von Stefan Müller den Wanderpokal entgegennehmen. Wenig später traten dann die Promis aus der kirchlichen und politischen Gemeinde gegeneinander an. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als sie ein Double von Pater Haagen, der wegen eines kirchlichen Termins verhindert war, auf dem Platz entdeckten. Beide Mannschaften lieferten sich unter Leitung von Referee Ottmar Gerber eine faire Partie, die durch Tore von Bernd Ströhlein und Werner Löffler bei einem Gegentor von Klaus Dressel mit 2:1 für die Kirchengemeinde entschieden wurde.
Autor: Karl-Heinz Hofmann



