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Neuer Dekan Thomas Hauth - feierliche Amtseinführung

Amtseinführung Dekan Hauth
Datum:
Veröffentlicht: 16.1.12
Von:
Veronika Schadeck
Thomas Hauth führt das Dekanat Teuschnitz seit 15. November 2011. Am Sonntagnachmittag wurde der 46-jährige offiziell in sein Amt als Dekan eingeführt. Festgottesdienst in der St. Michaelskirche Reichenbach zur Einführung von Thomas Hauth mit Ministranten, Priesterkollegen, evangelischen Kolleginnen, der Dekanin Dorothea Richter und der Pfarrerin Claudia Grüning-Göll.
Amtseinführung Dekan Hauth

Thomas Hauth führt das Dekanat Teuschnitz seit 15. November 2011. Am Sonntagnachmittag wurde der 46-jährige offiziell in sein Amt als Dekan eingeführt.

Festgottesdienst in Reichenbach

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die St. Michaelskirche, als Thomas Hauth mit Ministranten, Priestern sowie seinen evangelischen Kolleginnen, der Dekanin Dorothea Richter und der Pfarrerin Claudia Grüning-Göll in die Kirche einzog.

Es war eine festliche Stimmung und man sah es dem 46-Jährigen an, dass er gewillt ist, seine Aufgaben zu erfüllen. Denn für ihn sei wichtig, so sagte vorab in einem Gespräch, dass er eines Tages vor Gott sagen könne, das Beste – seinen Talenten entsprechend - auf dieser Erde getan zu haben.

Das Richtige ist für ihn, sein Leben in den Dienst der Menschen zu stellen. Es gehe ihn nicht um Ehre und Titel, sondern er wolle Brücken bauen, er wolle Bindglied zwischen seinen Gläubigen, der Geistlichkeit und der Erzdiözese sein. Er wolle Menschen an Gott heranführen. Ein Wunsch sei, so Hauth, dass die Menschen in den einzelnen Pfarreien im Dekanat Teuschnitz enger zusammenrücken, denn leider sei noch ein gewisses Kirchturmdenken vorhanden.

In seiner Predigt forderte er alle getauften Christen auf, Menschen zu Jesus zu führen. Es sei wichtig, so Thomas Hauth, dass der Glaube auch im Alltag gelebt werde, denn nur so könne er nach außen strahlen. „Seid in Euren Familien und an den Arbeitsstätten auf Ausgleich bedacht, gebt ein gutes Wort!“

Der Glaube sei in der jetzigen Gesellschaft oftmals nicht leicht. Als Beispiel nannte er den Neujahrsempfang in Würzburg, zu dem der Bischof mit der Begründung „Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft“ nicht geladen wurde. Gerade deshalb sei es wichtig, dass die Christen zu ihren Glauben stehen.

Weiterhin forderte er die Eltern auf, den Glauben in ihren Häusern zu pflegen. Es nütze nichts, wenn ein Priester im Unterricht mit den Kindern Gebete einstudiere, diese aber zu Hause nicht gebetet werden. „Dann würden die Gebete und somit ein Weg zu Gott schnell verdunsten.“

Als Dekan, so Thomas Hauth, wolle er Präsenz zeigen. Seine Aufgabe werde es unter anderem sein, das Dekanat Teuschnitz in öffentlichen Belangen zu vertreten, die Ökumene und den religiösen Dialog mit den Kirchenvertretern und den Gläubigen zu pflegen.

Regionaldekan Thomas Teuchgräber wies darauf hin, dass Thomas Hauth bereits im ersten Wahlgang im November 2011 in der Pastoralkonferenz zum Dekan gewählt wurde. Als sein Stellvertreter wird der Teuschnitzer Pfarrer Joachim Lindner fungieren. Die beiden werden nun für sechs Jahre an der Spitze des Dekanates Teuschnitz stehen. Eine Wiederwahl sei möglich, so Teuchgräber.

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von der Sängerrunde „Eintracht Reichenbach“.

Zur Person

Geboren wurde Thomas Hauth in Karlsruhe. Dort absolvierte er nach Beendigung seiner Schulzeit zunächst eine Ausbildung zum Altenpfleger. Das brachte mit sich, dass er als junger Mann oftmals mit dem Sterben konfrontiert wurde. „Ich habe registriert, dass kranke beziehungsweise gebrechliche Menschen nach der Krankensalbung ruhiger wurden. Es passierte auch, dass sich der Gesundheitszustand mancher Heimbewohner, die dem Tod sehr nahe waren, nach der Spende dieses Sakramentes wieder verbesserte.“ Das habe ihn fasziniert und zugleich auch nachdenklich gestimmt. Irgendwann habe er dann beschlossen, sein Leben Gott zu weihen. Er trat ins Spätberufenenseminar in Lantershofen/Bonn ein und nahm sein Theologiestudium auf. Das ist deutschlandweit ein Priesterseminar des dritten Bildungsweges, Während des vierjährigen Studiums sei dabei eine intensive Zusammenarbeit mit dem Herkunftsbistum Bamberg gepflegt worden. Es sei eine harte Zeit gewesen, erinnert sich Thomas Hauth schmunzelt. Aber es hat sich gelohnt.

Danach folgte ein zweijähriger Pastoralkurs in der Diözese Bamberg, anschließend Stationen als Diakon in Langensendelbach und als Kaplan in Burgebrach sowie in Pegnitz. Seit 2006 ist er als Pfarrer im Pfarrverbund Rennsteig tätig. Er betreut die Pfarrei Reichenbach-Hasslach, Ludwigsstadt und Steinbach am Wald.

Bei der Frage, ob er denn als Priester nicht manchmal einsam sei, wirkt er etwas nachdenklich. Natürlich gebe es solche Momente, aber dann nehme er das Telefon. Überhaupt seien ihn neben seinen Gebeten, in denen er Kraft findet, der Gesprächsaustausch mit seinen Kollegen sehr wichtig. Und er räumt ein, dass ein Pfarrer auch manchmal einiges nicht verstehen kann. Beispielsweise habe ihn der tödliche Unfall eines jungen Mannes aus Reichenbach Ende 2011 sehr mitgenommen. „Mitunter fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden."

Dekanat

Das Dekanat Teuschnitz ist eines von 21 Dekanaten des Erzbistums Bamberg. Zum Dekanat Teuschnitz gehören die Pfarreien Buchbach, Ludwigsstadt, Posseck, Pressig, Reichenbach, Rothenkirchen, Steinbach, Teuschnitz, Tschirn, Windheim und die Kuratie Wickendorf.

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