Pfarrwallfahrt in das Elsass

Christen aus dem Seelsorgeverband Pressig- Rothenkirchen- Posseck und darüber hinaus aus dem Landkreis Kronach nahmen an einer viertägigen Pilgerreise in das Elsass teil. Unter Leitung und geistlichen Beistand von Pater Helmut Haagen OMI erlebten die Teilnehmer beeindruckende Tage mit vielen Sehenswürdigkeiten. Die Anreise erfolgte über die historisch und kulturell bedeutende Stadt am Oberrhein Speyer. Hier besichtigte die Reisegruppe den Dom. Dieser ist die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche und zählt seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Während der Busfahrt wurden immer wieder Wallfahrtsgesänge angestimmt. In einer Töpferei im Töpferort Soufflenheim konnte man den Keramikkünstlern über die Schulter schauen. Im Nobelhotel Schloss Val Vignes am Fuße der Hochkönigsburg wurde Quartier bezogen. Der zweite Reisetag führte zum idyllischen Weinort Obernai mit seinem Renaissance-Marktplatz und nach Rosheim mit seiner romanischen Kirche. Anschließend konnten bei einem Winzer edle elsässische Weine probiert werden. Die Fahrt ging weiter nach Straßburg mit dem Europaviertel und der schönen Altstadt mit dem Gerberviertel „Petit France“, wo die Teilnehmer das berühmte Münster Notre Dame besichtigten.
Abends wurde dann in einem historischen Straßburger Restaurant eingekehrt, wo es pflichtgemäß elsässischen Flammkuchen gab. Am nächsten Tag gingen die Pilger hoch hinaus auf die Staufer- und Hohenzollernburg Hochkönigsburg. Hier faszinierte der schöne Panoramablick auf die Rheinebene und die Vogesenberge. Entlang der berühmten Weinstraße „Route du Vin“ über die wunderschönen Fachwerkstädtchen Rubeauville und Riquewihr mit ihren kathedralegleichen Kirchen bis die Pilger die alte Reichsstadt Colmar erreichten. Nach einer Barkenfahrt durch Colmars Klein Venedig kam die Gruppe dann im Städtchen Eguisheim an, das wegen seiner einzigartigen Fachwerkhäuser, der schönste Ort Frankreichs genannt wird. Nur zwanzig Kilometer südlich von Eguisheim begann vor genau hundert Jahren, am 3. August 1914, der 1. Weltkrieg mit der verheerenden Schlacht am Hartmannswillerkopf mit circa 25000 Toten während den ersten Kriegstagen.
Am Abreisetag besuchten die Pilger den bedeutendsten Wallfahrtsort des Elsass, den Odilienberg. In der Klosterkirche des „heiligen Berges“ feierten die Wallfahrer die Pilgermesse. In seiner Predigt erzählte Pater Haagen das Leben der heiligen Odilia, die vor allem bei Augenkrankheiten angerufen wird. Wieder in der fränkischen Heimat angekommen bemerkten die Reisenden bald, dass das Elsass doch sehr dem Frankenland ähnelt: Fachwerk-Romantik, roter Sandstein, ein heiliger Berg als Wallfahrtszentrum, deftige Mahlzeiten und das Bewusstsein, anders als die anderen zu sein. Pater Haagen dankte in der Heimat gesund und unfallfrei angekommen dem Busfahrer Egon vom Busunternehmen Schirmer Hirschfeld für die angenehme Fahrt.