Gottesdienst mit Spendung der Krankensalbung

Am Donnerstag, 24. März 2022 um 15.00 Uhr, findet in der Pfarrkirche Herz-Jesu Pressig eine Hl. Messe mit Krankensalbung für alle Interessierten aus dem Seelsorgebereich statt. Alle sind eingeladen. Zur Krankensalbung kann man auf seinem Platz sitzen bleiben. Der Priester kommt und salbt Stirn und Hände mit dem Krankenöl, das vom Bischof geweiht wurde. Dazu spricht er ein Gebet und bittet Gott um Stärkung und Heil sowie um die Vergebung der Schuld und um Segen.
Krankensalbung: Trost und Stärkung in der Not
Jesus steht gerade dann an der Seite der Menschen, wenn es ihnen nicht gut geht und sie schwere Zeiten erleben. Die Evangelien erzählen viele Geschichten darüber, wie Jesus ohne Scheu auf Kranke zugegangen ist, selbst dann, wenn sie aufgrund ihres Gebrechens aus der Gesellschaft ausgestoßen waren. Außerdem hat er den Auftrag, sich um die Kranken zu sorgen, auch an seine Jünger weitergegeben. „Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“ (Mt 10,8).
Das Sakrament der Krankensalbung ist Ausdruck dieser Nähe Jesu zu den Kranken. Die ältere Bezeichnung „Letzte Ölung“ führt leicht zu einem Missverständnis, denn sie wird nicht nur bei unmittelbarer Lebensgefahr oder einer tödlich verlaufenden Krankheit gespendet. Vielmehr soll die Krankensalbung einen kranken, leidenden Menschen stärken und aufrichten – sie dient also dem Leben, nicht dem Tod. Zur Stärkung eines kranken Menschen kann sie auch mehrfach gespendet werden, zum Beispiel in einem Gemeindegottesdienst.
Schon im Jakobusbrief wird die Praxis erwähnt, Kranke mit Öl zu salben, um sie aufzurichten: „Ist einer unter euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben“ (Jak 5,14f.).