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Hauptaltar

Der damalige Ortsgeistliche Pfarrer Bank hatte der Mosaikwerkstatt Musiva in Mailand/Italien zur Aufgabe gemacht, beim Bild des Hochaltars im Chorraum, das Gesicht Jesu mit geöffneten Augen zu gestalten. Dies geschah entgegen des Gemäldes einer Ordensfrau, die die Abbildung des Schweißtuches der Veronika bei der Kreuzigung Jesu zur Vorlage nahm und die Augen geschlossen malte.

Das nach der Kreuzigung und dem Tode Jesu mit einer Lanze geöffnete Herz (Joh 19,33-37), zeigt symbolisch dargestellt, dem Betrachter die Würdigung und die Herausstellung Jesu als Schutzpatron unserer Kirchengemeinde. Das geöffnete „Heiligste Herz Jesu“ gilt für uns Christen, als Quelle der Liebe Gottes.

Gleichzeitig wird dargestellt, wie Jesus mit ausgebreiteten Armen auf uns zukommt und die Worte spricht, die wir aus der Heiligen Schrift kennen und die uns schon unser ganzes Leben lang begegnen. Diese lauten in lat.: Pax vobis – Friede sei mit euch (Joh 20,26) und Venite ad me omnes - Kommet zu mir alle (Mt 11,28).

Die vorgenannten zwei Deutungen beziehen sich auf die Zeit des irdischen Lebens Jesu d. h. die Worte: „Kommet zu mir alle, die ihr mühselig seid und beladen, und ich will euch erquicken“(Mt 11,28 -), stammen aus dem Messiasruf Jesu, nachdem er seine 12 Jünger auserwählt hatte. Dagegen sprach Jesus die Worte „Friede sei mit euch“(Joh 20,26) bei drei Begegnungen mit seinen Jüngern, nach seiner Auferstehung.

So zieht dieses Christusbild mit der Darstellung des „Herzen Jesu“ und mit seinen geöffneten, zu uns gerichteten Augen, viele Kirchenbesucher, Glaubende, Suchende und wohl auch Verzweifelte, in seinen Bann und regt, ohne es vom Einzelnen vielleicht vorzuhaben, gerne zum Beten oder zum Nachdenken an.

Doch Pfarrer Gg. Bank überrascht den Betrachter mit weiteren Deutungen des Mosaikgemäldes, wodurch unsere Gedanken noch enger in die Geheimnisse unseres Glaubens hineinversetzt werden, uns womöglich sogar aufschrecken.

Wenn wir oben davon sprechen, dass Jesus mit ausgebreiteten Armen auf uns zukommt, so schreitet er bei neuerlicher Betrachtung, umgeben, vom Strahlenkranz seiner Göttlichkeit, offenbar am Tag des Jüngsten Gerichts, auf der Erdkugel, über das in Flammen stehende Weltall; also im Zeitpunkt der Ewigkeit d.h. in einer Zeit, die wir Menschen noch nicht kennen, nicht berechnen können und nicht wollen, und die wir landläufig als das Ende dieser Zeit bezeichnen. Dazu steht u. a. bei Mt 25,31: "...sie werden den Menschensohn kommen sehen in den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit“. Wobei in der Geheimen Offenbarung 20,9 zu lesen ist: „Da zogen sie herauf über die Fläche der Erde und umzingelten das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt. Aber es fiel Feuer von Gott herab und verzehrte sie. …“)

Auf dem Mosaik erkennen wir zur Rechten, d. h. links im Bild, das einfache Volk in der Kleidung der Hirten zur Zeit Jesu Geburt. Zur Linken, rechts im Bild, den Klerus, die Kurie, voran den Gründer des Franziskanerordens, Franz v. Assisi, dann die Ordensfrau Klara v. Assisi. Des weiteren sieht man einen Bischof und den Papst als Stellvertreter Christi auf Erden.

Zur Vervollständigung sei noch erwähnt, dass es sich ganz im Hintergrund bei der männlichen Person mit Melone um den italienischen Künstler dieses Mosaikbildes, Sergio Batistella aus Mailand handeln soll, der im Juni des Jahres 1960 alle Mosaike persönlich installierte.

Ein Regenbogen in kräftigen Farbtönen, umspannt dieses beeindruckende und gleichzeitig geheimnisvolle Mosaikgemälde, zusammengesetzt aus tausender, bunter Mosaiksteinchen.

Wenn wir nun das Mosaikbild richtig analysieren, so fallen uns gleich 5 zeitlich unabhängige Epochen auf, so:

  • die Zeit von der Geburt Jesu, durch die Kleidung des Hirtenvolkes
  • die Zeit, als Jesu im Alter von ungefähr 30 Jahren seine Jünger um sich scharte und zum Volk sprach „Kommet zu mir alle!“ (Mt 11,28)
  • die Zeit, als Jesu mit etwa 33 Jahren gekreuzigt wurde und durch seinen Tod sich für uns Menschen der Glaube zum „Herzen Jesu“ entfachte
  • die Zeit, als Jesu Tage nach seiner Auferstehung mit dem Friedensgruß „Friede sei mit euch“ (Joh 20,26), seinen Jüngern begegnete
  • mit dem Blick in die Ewigkeit, an dem Tag des Jüngsten Gerichtes.

Marienaltar

Die Mosaikbilder der Seitenaltäre zeigen uns links am Marienaltar, Maria, mit Christus auf dem Arm als Rosenkranzkönigin und dem Hl. Dominikus, dem Gründer des Dominikanerordens, einen Zweig Lilien- Sinnbild der Keuschheit - reichend.

Josefaltar

Der Seitenaltar rechts stellt uns Josef, den Nährvater Jesus, ebenfalls mit einem Lilienzweig und dem kleinen Jesusknaben auf dem Arm dar. Das Josef den Beruf des Zimmermanns ausgeführt haben soll,verkörpert der kniende Handwerker mit dem Holzwinkel und den nicht zuzuordnenden Quadern.